Nach einem alten irischen Weihnachtsspruch

Nicht
Dass von jedem Leid verschont du mögest bleiben,
noch dass dein künft’ger Weg stets Rosen für dich trage
und keine bitt’re Träne über deine Wange komme
und niemals du den Schmerz erfahren sollst:
Dies alles, nein, das wünsche ich dir nicht.

Denn
Kann das Herz in Tränen nicht geläutert
kann’s nicht im Leid geadelt werden -
wenn nämlich Schmerz und Not dich aufnimmt
in die Gemeinschaft mit Maria und dem Kind,
so dass ihr Lächeln Zuversicht und Trost gewährt?

Mein Wunsch für dich ist vielmehr dieser:
Mögest dankbar du und allezeit bewahren nur in deinem Herzen
die kostbare Erinnerung der guten Dinge in deinem Leben.
Dass mutig stehest Du in deiner Prüfung,
wenn hart das Kreuz auf deinen Schultern liegt,
und wenn der Gipfel, den es zu ersteigen gilt,
schier unerreichbar scheint,
ja selbst das Licht der Hoffnung
zu entschwinden droht.
Dass jede Gottesgabe in dir wachse
und sie dir helfe,
die Herzen froh zu machen.
Dass immer wahre Freunde du hast,
der Freundschaft wert,
die dir Vertrauen geben,
wenn’s dir an Licht gebricht und Kraft.
Dass du den Stürmen standhältst und
so die Höhen doch erreichst,
und dass in Freud’ und Leid
das Lächeln voller Huld
des menschgeword’nen Gottessohnes
mit dir sei
und du allzeit so innig
Ihm
verbunden,
wie er’s für dich ersehnt.